Drei Stunden Vergnügen und beste Unterhaltung

Die Theatergruppe der SF Oberried begeistert das Publikum mit ihrer Spielfreude

Mit der Komödie „ Zwischen Wahnsinn und Mallorca“ landete die Theatergruppe der SF Oberried einen großen Publikumserfolg. In der bis zum letzten Platz besetzten Goldberghalle strapazierte die Laienspielgruppe die Lachmuskulatur der Besucher mit Witz, Spaß und schauspielerischer Komik.
Gerhard Rombach als gestresster Ehemann Gilbert Miller, will von seinen Ehestrapazen in Form seiner Ehefrau Caroline (Beate Sandmann) nach Mallorca entfliehen. Er schenkt ihr kurzerhand ein Wellnesswochenende um in Ruhe mit Hilfe seines etwas einfältigen Freundes Peter (Sven Hämmerle) ausziehen zu können. Hätte Gilbert geahnt, welch frivole bzw. kriminelle Figuren plötzlich in seiner Wohnung auftauchen und seinen genialen Auswanderungsplan ins Wanken bringen, er wäre sicherlich in Oberried im Schwarzwald geblieben.
Jaqueline, seine neue Nachbarin (Astrid Winterhalter), sperrt sich aus ihrer Wohnung aus und erscheint leicht bekleidet  und Hilfe suchend bei Gilbert. Sein Freund Peter bringt Lena, eine Prostituierte (Sabrina Müller) mit, die er vermeintlich vor Kälte und Schnee am Straßenrand rettet.
Zu guter letzt erscheint noch Klaus (Jürgen Göppert), der Chef der von Gilbert engagierten Möbelspedition mit seiner schwulen Aushilfskraft Robert (Michael Müller) und das Chaos nimmt seinen Lauf. All diese Charaktere ergeben ein explosives Gemisch, welches Gilbert auch noch gegenüber dem messerschwingenden Zuhälter Angelo (Patrick Fischer) und vor allem seiner Schwiegermutter Penelope (Gerlinde Lorenz) zu verheimlichen bzw. zu rechtfertigen versucht. Bis sich dieses Chaos auflöst, hatten die Zuschauer manche Träne vor Lachen vergossen.
Die witzigen Dialoge und die Situationskomik führten immer wieder zu Unterbrechungen und begeistertem Szenenapplaus. Dass die Theatergruppe die Zuschauer bestens unterhalten hat, davon zeugte der lang anhaltende Schlussapplaus, der die hervorragende Leistung der Schauspielgruppe honorierte.
Für die gelungene Maske waren Beate Sandmann und Nadja Zähringer verantwortlich und Nadine Kunzelmann sorgte als Souffleuse für den „roten Faden“ bei den Schauspielern. Das Bühnenbild gestaltete in bewährter Form Klaus Mayer.